Mobil - 2001

Mobil 2001
Öl auf Leinwand, 116 x 105 cm
Die Leichtigkeit des eigenen Ich
Mobil, Mobilität wieder ist besetzt mit körperlicher und geistiger Beweglichkeit, man kann einfach aktivieren, militärisch auf Kriegsstand bringen, in Gang bringen, Wohnsitze häufig wechseln, Gedankensprünge machen, drahtlos telefonieren und vieles mehr.
Mir ging es letztlich um eine andere Komponente, eine sehr subjektive, wobei ich mich auf ein ganz großes künstlerisches Vorbild, Alberto Giacometti, berufe. Mental wohl sehr verschieden, versuchte der großartige Zeichner und Bildhauer ein Leben lang auf reduktivste Art und Weise die Leichtigkeit des eigenen Ich im Zustand der Bewegung festzuhalten. "L` homme qui marche" - zentrales Thema seines Schaffens, ist der Mensch, der genau jene Balance gefunden hat, um zu gehen, ohne sich dessen offenbar selbst bewusst zu werden.
Für mich steht die Farbe neben der Bewegung im Vordergrund. In meinen Bildern soll balanciert, gelaufen, gegangen, geschritten, geschaukelt, gefahren werden u.s.w. Meistens oder fast ausschließlich sind es weibliche Bewegungsträger, die uns Sinnlichkeit und Lust, das Fantastische und Göttliche der Bewegung vermitteln.